Sonntag, 26. Juni 2016

richard david precht, bildungsphilosoph

die wko.noe lud den bekannten deutschen philosophen richard david precht zur 70-jahr-feier nach st. pölten. neben dem thema digitalisierung beschäftigte sich precht im hauptreferat auch mit dem thema bildung.

die schule wie wir sie heute kennen, wird nicht mehr lange bestand haben. die entwicklungschancen sind im wesentlichen, dass sich die verwaltung von oben zurück zieht, den schulen entwicklungsmöglichkeiten gibt und sie bei der umsetzung ihrer projekte unterstützt. wir haben tolle bildungs-erkenntnisse, aber niemand setzte sie bisher um. es gilt auch, unser schulsystem aus der geiselhaft der bürokratie, der lehrergewerkschaft und der politischen parteien zu befreien.

es sollte normal sein, wenn die hälfte der lehrer in zukunft keine ausgebildeten pädagogen sind, sondern praktiker, die ihr wissen und ihre erkenntnisse weitergeben, von den schülern beurteilt werden. fällt das urteil positiv aus, bleibt dieser praktiker länger in der schule. bewährt er sich nicht, kehrt er wieder in seinen job zurück.

lehrer zu sein ist dann möglicherweise auch eine entwicklungschance für menschen, die arbeitslos geworden sind.

ich hoffe, dass das system schule bald zu demzurückkehrt, wofür es ursprünglich gedacht war, junge menschen möglichst gut auf das leben vorzubereiten. wo fachwissen leider eine sehr kurze halbwertszeit hat. kommunikation, konflikt-management, menschenkenntnis brauchen wir ein leben lang. das findet sich allerdings noch nicht im lehrplan ...

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